Dinah

Mein spiritueller Lebensweg

Die Sehnsucht nach meinen spirituellen Wurzeln rief mich schon früh. Da ich als Kind von spirituellen Eltern aufwuchs, war es für mich immer eine Selbstverständlichkeit und nichts außergewöhnliches, mit offenen Sinnen durch die Welt zu gehen. Ich wurde 1987 zur Frühjahrstagundnachtgleiche geboren. Im Alter von drei Jahren trennten sich meine Eltern und ich wuchs bei meiner Mutter auf, die mich liebevoll erzog. Schon als Kind durfte ich meine Fähigkeiten entdecken und frei damit experimentieren.

 

Für mich war es normal, dass mir meine Mutter z.B. bei Bauchschmerzen die Hände auflegte und sie dadurch heilten. Ich tat mich eher in weltlichen Bereichen oft schwer und musste meinen Weg in dieser Gesellschaft erst einmal finden.

 

Im Teenageralter faszinierten mich die "weiße" Magie und die Wiccas.  Ich las viel und begann meine ersten holperigen Rituale ganz für mich. Dass mein Vater ein Schamane war, fand ich natürlich spannend. Dass ich damit aber auch etwas zu tun habe, begriff ich erst später.

Wiederkehrende Träume brachten mich zum Schamanismus

Es waren wiederkehrende Träume, die mich darauf aufmerksam machten. Ich verstand sie eines Tages und begab mich in die Schamanische Ausbildung. Im Schoße von Mutter Erde fühlte ich eine Verbundenheit die mich noch heute fasziniert. Zu dem Zeitpunkt, als ich in meiner ersten Schamanischen Visionssuche auf einem Berg saß und um Initiation bat, war ich gerade 17 Jahre alt. Es war der erste Schritt in mein Leben als Erwachsene.

 

Danach begann eine wilde Zeit des Wachsens. Ich lernte mich in dieser Welt zurecht zu finden. Zog von Zuhause aus und machte eine Ausbildung zur Erzieherin in München. Ich lernte Liebe und Leid kennen, genauso wie Freiheit und Angst. Dabei bildete ich auch meine spirituellen Fähigkeiten stetig weiter aus. Ich sammelte Erfahrungen. Nach Jahren der Arbeit im stationären Jugendhilfebereich und zuletzt im Waldkindergarten in München, gelang es mir schließlich, der Medizinfrau in mir mehr Platz zu geben. Zusammen mit meinem Mann, den ich auf einem schamanischen Seminar kennen lernte, gründete ich den Trommelreiter.

 

Wir gründeten außerdem eine Familie, was mir eine neue Welt eröffnete. Schwanger sein, Geburt und Mutterschaft empfand und emfinde ich als eine tiefe spirituelle Reise voller Erkenntnisse und Arbeit. Sie ließ auch mich weiter reifen und schult mich noch heute. Nach Jahren in München und Freising zog es uns Richtung Berge. Wir folgtem dem Ruf und leben nun im wunderschönen Chiemgau.

 

Die gelebte Spiritualität ist schon immer Teil meines Lebens und ich möchte sie auch anderen zugänglich machen. Ich sehe mich im ständigen Wachsen und Lernen. So bilde ich mich stetig fort und erweitere mein Wissen und meinen Erfahrungsschatz. Zuletzt absolvierte ich 2016 eine Hatha-Yogalehrerausbildung, um auch die östliche Traditionen und den vedischen Schamanismus näher kennen zu lernen. Es hört niemals auf und dieses bewegte Leben führe ich gerne. Ich bin allen weltlichen und andersweltlichen Lehrern dabei zutiefst dankbar. Meinen Eltern gegenüber bin ich sehr dankbar für die Unterstützung und alles was ich gelernt habe und auch heute noch lernen darf.

Medizinfrau, Völva, schamanin

Ich habe vieles aus verschiedenen Kulturen lernen dürfen. Mein "Zuhause" ist dabei aber ganz klar der keltische Schamanismus. Die Bezeichnung "Schamanin" ist alltagstauglicher, jedoch verstehe ich mich als Völva. Meine Geistwesen kommunizieren mit mir über Visionen und Träume. Mit meinen Händen kreiere ich Medizingegenstände, lasse die Energien durch mich wirken. Dies alles zu Leben und zu sein bedeutet für mich, der Schöpfung zu dienen. Es bedeutet die Heiligkeit und Tiefe jedes Wesens anzuerkennen und am seelischen Kern zu wirken. Für mich bedeutet Schamanismus, sich als Teil der Natur zu sehen und in diesem Respekt auch zu leben. Meine Aufgabe als Völva besteht darin, Räume zu schaffen und zu kreieren, in denen Menschen zurück zu ihren Wurzeln finden und sie darin zu begleiten. 

 

Als Schamanin sehe ich mich als Vermittlerin zwischen den Welten (dieser und der Anderswelt) sowie auch zwischen den Anteilen eines Menschen. Ich weiß, wie wichtig es ist auf sein Herz zu hören und ihm zu folgen. Die Sehnsüchte von Herz und Seele jedoch finden  heutzutage oft  kein Gehör. Gerne helfe ich dabei sie zu ergründen.

 

Schamanismus ist allgegenwärtig und in jeder Kultur finden wir seine Wurzeln. Gerade darum ist auch der keltische Schamanismus und das Heidentum für mich von großer Bedeutung und ich lerne und praktiziere im Bereich der Magie dieser Erde.

 

Mit naturspirituellen Ritualen, Schamanischen Reisen,  Mondhütten, Schwitzhütten und in unseren Schamanischen Seminaren lebe ich meine Berufung. Mir ist Authentizität und Bodenständigkeit dabei sehr wichtig.

 

Viele Menschen haben verlernt auf ihr Herz und den Rhythmus der Natur zu hören. Sie haben sich selbst verloren oder verlieren sich noch im Dschungel unserer Zivilisation. Ich möchte Brücken bauen. Zurück zur Natur und zurück zum eigenen Herzen.

Mitakuye Oyassin

(Ich bin mit allem Verwandt)

 

Dinah

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