Karmische Verbindung und karmische Beziehung

Die Seele vergisst nichts...

Karma bezeichnet die Konsequenzen, die man aus seinem Handeln aus früheren sowie aus dem aktuellen Leben erhält. Im Buddhismus ist Karma allgegenwärtig. Beim Bau von früheren Tempelanlagen des Dalai Lama wurde zum Beispiel genau darauf geachtet, keine Tiere dabei zu verletzten. Die Mönche hoben den Boden aus und brachten alle Würmer und Insekten darin behutsam zu einem anderen Platz. Solch ein behutsamer Umgang mit unserer Umwelt im Sinne von Karma ist heute kaum vorstellbar.

 

Jedoch, auch wenn die karmische Verbindung heutzutage bei vielen nicht mehr im Fokus steht, so hat das Karma dennoch nicht an Einfluss verloren. Die Wichtigkeit, eine karmische Verbindung lösen zu lassen, ist lediglich in Vergessenheit geraten. Im Buddhismus hingegen wird das Gesetz vom Karma noch aktiv gelebt und im Alltag berücksichtigt. 

Die Seele braucht die Karmaauflösung

Unsere Seele ist unsterblich und wir sammeln Erfahrungen über diversen Leben hinweg. Sie befindet sich in einem langen Wachstumsprozess mit dem stetigem Ziel sich weiterzuentwickeln. 

 

Ist nun eine sehr schreckliche Erfahrung in einem dieser Leben geschehen, so kann dies zu einer Blockade in späteren Leben führen. Ein Schamane kann über eine schamanische Reise dieses Karma auflösen und so die noch existierende karmische Verstrickung bearbeiten bzw. in die Heilung bringen.

 

Die Seele heilen zu lassen bzw. für diese Heilung der Seele zu arbeiten ist die wichtigste Aufgabe eines Schamanen. Hierbei kommt es nicht darauf an, ob man über eine menschliche, tierische, pflanzliche, etc. Seele spricht. 

 

Eine schreckliche Erfahrung, die eine karmische Beziehung z.B. bezüglich Tauchen verursachen könnte, kann bei einem Menschen vorhanden sein, der durch die Hexenverfolgung starb. Ist dieser Mensch der Inquisition zum Opfer gefallen und im Zuge der Prüfungen ertrunken, könnte diese Person noch heute panische Angst vor dem Tauchen aufzeigen. 

 

Eine karmische Verstrickung zu jemandem oder zu etwas zeigt sich häufig erst in dem Alter, in dem auch die traumatische Situation im vergangenem Leben erlebt wurde. Somit kann es gut sein, dass man lange Jahre das Tauchen (um bei diesem Beispiel mal zu bleiben) als sehr schön empfand. Ab einem bestimmten Tag in seinem Leben jedoch Angst vor Wasser hat. Im Zuge einer Karmaauflösung könnte diese Angst vor dem Wasser angeschaut werden.  

Karmische Beziehung

Es muss jedoch nicht immer eine karmische Verbindung aufgrund einer ganz bestimmten Situation entstanden sein. Viel häufiger kennen wir unsere Mitmenschen aus früheren Leben und haben zu diesen Personen eine karmische Beziehung (ein schöner Film diesbezüglich ist „Cloud Atlas“, es ist zwar kein Lehrfilm ohne „logischer Fehler bzgl. Karmische Beziehung“, dennoch gibt dieser Film ein Gefühl und ersten Einblick darüber, wie sich eine karmische Verstrickung auswirken kann).

 

Wenn wir z.B. von einem unserer Mitmenschen in einem alten Leben übel belogen und betrogen wurden, was auch sehr große Konsequenzen für uns im damaligen Leben zur Folge hatte, verursacht diese karmische Verbindung zu dieser bestimmten Person, dass wir immer ein gewissen Misstrauen ihr gegenüber aufbringen. Eine wirkliche Begründung für dieses Misstrauen kann man jedoch nicht nennen, da in diesem Leben nichts vorgefallen ist, was dieses misstrauische Verhalten rechtfertigen würde. 

Karmische Verbindung lösen

Möchte man solch eine karmische Verbindung auflösen, so muss eine neue Einigung erzielt werden. Karma kann man auch als das Gesetz vom Ausgleich bezeichnen. Hierbei muss man unterscheiden, ob es einer Karmaauflösung bedarf aufgrund einer schrecklichen Situation (wie z.B. beim Ertrinken aufgrund der Inquisition) oder ob eine karmische Beziehung zu einem Mitmenschen geklärt werden muss.

 

Ist das Karma durch ein schreckliches Ereignis entstanden, ist grundsätzlich das Vertrauen in diese Situation verloren. Die schlechten Erfahrungen bzw. die Konsequenzen daraus haben sich als Angst tief in die Seele hineingefressen. Um diese karmische Verbindung auflösen zu können, unternimmt der Schamane eine schamanische Reise in die Anderswelt. Dort versucht er eine Karmaauflösung herbeizuführen, indem er das Misstrauen, welches sich tief im Unterbewusstsein hineingefressen hat, zu lösen.

 

Viel näher kann die Arbeit an dieser Stelle nicht erläutert werden, die eine karmische Verbindung lösen zu lassen erfordert. Auch wenn die Karma Gesetzmäßigkeit immer gleich ist, so ist die Lösungsfindung um ein Karma auflösen zu können immer individuell.

 

Zum Abschluss möchten wir uns jedoch davon distanzieren, alle heutigen Probleme im Karma zu sehen und sich als Opfer der Vergangenheit zu betrachten. Nicht alle Blockaden lösen sich mit der Karmaauflösung auf. Ein Schamane betrachtet das komplette Seelenleben seines Klienten und schaut dabei auch auf eine mögliche karmische Beziehung die sich noch heute auswirkte. Es ist jedoch kein Allheilmittel und auch Seelenrückführungen um die heutigen Probleme zu erklären bieten wir bewusst nicht (oder nur in sehr seltenen Fällen) an.

 

Auch selbsternannte Priester / Priesterinnen von Atlantis, die ihr Handeln aufgrund ihrer „alten Position in Atlantis“ begründen sind bei uns falsch. Ein altes Leben ist ein altes Leben. Die daraus resultierende karmische Verstrickung und karmische Schuld sollten gelöst werden. Ein Leben in dem man Angst und Schrecken verbreitet hat ist genauso erloschen, wie das einer lichtvollen Gestalt. Die eigenen Potentiale zu leben und die daraus resultierenden Entscheidungen muss ein jeder von uns erneut im aktuellen Leben erlernen und verdienen.