Ein Schamane ist ein Reisender und Mittler zwischen den Welten.

Was ist ein Schamane / Eine Schamanin ?

Zu dieser Frage gibt es weltweit sehr unterschiedliche Antworten und Sichtweisen. Selbst die Etymologie (Sprachforschung) hat keine einheitliche Antwort darauf, ab wann jemand ein Schamane ist bzw. ab wann man sich so nennen darf. 

 

Ein Schamane/Eine Schamanin ist fähig, die physische Welt zu verlassen und in anderen Ebenen einzutauchen. Die bekannteste Bezeichnung für eine andere Ebene bzw. Welt ist die Anderswelt. Hier kann der Schamane Kontakt zu Geistern und Wesenheiten aufnehmen und um deren Hilfe für das Anliegen vom Klienten bitten.

Viele Kulturen - Viele Schamanen

Schamanismus oder schamanische Praktiken findet man in ziemlich allen Kulturen wieder. In einigen indigenen Völkern ist der Schamanismus noch lebendig. In vielen aber wurde er vor langer Zeit zerstört und durch Religionen und andere Glaubenskonzepte vermenschlicht und überdeckt. Man kann jedoch sagen, dass der Schamanismus die Grundlage für Spiritualität ist. Denn allen Völkern der Erde war einmal klar, dass die Erde und die Natur eine Heiligkeit besitzt, die verehrt wurde. Die Entwicklung einiger Kulturen richtete sich aber mit der Zeit gegen die Natur. Spiritualität wurde mehr zu Religion, die ihre politische und gesellschaftliche Wichtigkeit hatte und so eine große Rolle für das soziale Leben einnahm. 

 

In Asien finden wir einige schamanische Praktiken und in den Veden und bei den alten Yogis. In Sibirien und Russland, Tibet, Hawaii und im transatlantischen Bereich sowie Südamerika, Nordamerika und Mittelamerika... Überall existierte und existiert Schamanismus. Überall hat er ein anderes Gesicht denn er ist in eine Kultur gewachsen die sich immer in den Praktiken und Riten wiederspiegelt. Die Quintessenz bleibt jedoch die selbe. Die Spirits und Gottheiten weisen immer wieder verblüffende Parallelen auf und verkörpern den Geist im Licht der jeweiligen Kultur. 

 

 

Schamanische Wurzeln gab es aber nicht nur in der Ferne.

In unserem, europäischen Raum gab es ebenso einen starken und weit verbreiteten Schamanismus. Man nannte die Medizinmänner und Frauen Druiden und sie verehrten die Natur und ihre Spirits in Gottheiten. Sie praktizierten mit Pflanzen und Kräutern, kannten Heiltechniken und nahmen Kontakt zur Anderswelt auf. Durch die Christianisierung verschwand das lebendige Wissen um diese Praktiken und nur wenig bleibt uns nun an Überlieferungen. Einiges wurde von der Kirche übernommen und abgewandelt, wie beispielsweise die Jahreskreisfeste.  Doch es gibt immer eine Verbindung zu diesen Wurzeln. Immer mehr Menschen erkunden wieder dieses alte Wissen und so kommt immer mehr dieser zauberhaften Kultur für uns zum Vorschein. Wir arbeiten sehr viel mit dem druidischen Schamanismus und lernen und wachsen immer tiefer in den alten Techniken. Oft stellen wir fest, wie ähnlich sich all die Schamanischen Richtungen sind und wie oft sich der Kreis für uns in Stimmigkeit schließt.

 

Die schamanische Arbeit

Ein Schamane arbeitet immer für die Heilung der Seele. Hierbei ist es unabhängig davon, ob es sich um einen Menschen, Tier, Grundstück, Pflanzen, etc. handelt. Vergleicht man die Schamanische Arbeit weltweit, so erkennt man, dass es zwar unterschiedliche Herangehensweisen gibt, der Grundgedanke im Schamanismus jedoch immer sehr ähnlich ist. Die Schamanische Arbeit wird nur an die regionalen Besonderheiten oder kulturellen Gesichtspunkte und der jeweiligen Tradition angepasst.

 

Z.B. haben der Mais (als wichtigste Nahrungsquelle) und der Regen (als wichtigstes Wetter) eine elementare Bedeutung im Schamanismus der Mayas Südamerikas. Bei den Kelten, die in den (noch damals) dichten Laubwäldern Europas lebten, zählten die hiesigen Baum Gottheiten u.a. zu den wichtigsten Ansprechpartner. Für die Indianer Nordamerikas nahe der großen Ebenen spielten die Büffel (als wichtigste Nahrungsquelle) eine der wichtigsten Rollen im gelebten Schamanismus.

 

Wie werde ich Schamane / Schamanin?

Eine offiziell anerkannte Ausbildung zum Schamanen gibt es nicht. In unserer westlich geprägten Welt sind wir Europäer häufig gewohnt, dass uns ausgestellte Zertifikate oder umfangreiche Lebensläufe ein Zeugnis der jeweiligen Person vermitteln. Diese offiziellen Dokumente gibt es im Schamanismus nicht.

 

Es gibt zwar einige Unternehmen, Personen, Schulen, etc. die Zertifikate und Zeugnisse über die eigenen Seminare oder ihre  Ausbildung zum Schamanen ausstellen. Diese Lehrinhalte, Ausbildungsdauer, Prüfungsbestimmungen unterscheiden sich jedoch stark voneinander. Eine „staatlich anerkannte Schamanin“ oder eine „staatlich anerkannte Ausbildung zum Schamanen“ gibt es momentan nicht. So verhält es sich auch bei der von uns angebotenen Schamanenausbildung.

 

Letztendlich geht es um die eigene Intuition, Führung durch die Schöpfung sowie Vertrauen zum Ganzen. Dieses bekommt man jedoch nicht automatisch durch die Teilnahme an einer Schamanenausbildung. Schamanismus ist nur bedingt Theorie und mit dem Verstand zu verarbeiten und zu begreifen. Ein Großteil der Schamanischen Arbeit wird vom Herzen durchgeführt und der Schamane lässt sich in seiner Arbeit führen. Dieses „Handwerk“ ist nicht willentlich zu erlernen, sondern nur zu erbitten.

 

Zu begreifen gilt, dass nicht der Schamane selbst heilt. Eine Schamanische Heilung kann durch die Vermittlung des Schamanen in der schamanischen Arbeit entstehen. Die Schamanische Heilung wird durch die hinzugerufenen Kräfte / Geister erzielt. 

 

Schamanen von München ins Chiemgau

Viele Schamanen wohnen am Rande ihres Dorfes / ihrer Gruppe. Dies hat nichts damit zu tun, dass sie ausgestoßen wurden oder nicht innerhalb ihrer Gruppe wohnen wollen. Schamanen brauchen den direkten Kontakt zur Natur. Sie sind in der Schamanischen Arbeit Mittler zwischen den Welten und brauchen auch beide Welten in ihrem Alltag. Viele Schamanen brauchen die Phasen innerhalb ihres Dorfes, genauso wie sie Rückzugsphase in der Natur benötigen.

 

Uns, als Schamanen die lange Zeit in München gelebt haben, geht es da genauso. Wir leben daher inzwischen näher an den Bergen und der Natur und außerhalb des Stadttrubels von München in Bad Endorf (nähe Rosenheim).

 

Durch eine sehr gute und direkte Zuganbindung sind wir aber nach wie vor mit München und verbunden und auch für Münchner erreichbar. 

 

 

Wir planen aktuell auch unsere Tagesseminare wie die Schamanische Aufstellung, Räucherseminare oder Schamanisches Reisen von München nach Rosenheim zu verlegen. Für die Schamanische Ausbildung hingegen nach wie vor im Augsburger Raum - der Grenze ins  Allgäu (ca. 1,5 Fahrstunden westlich von München) statt. Hier finden auch unsere Schwitzhütten statt.

 

Die Arbeit eines Schamanen ersetzt nicht die Arbeit eines Arztes und die Arbeit eines Arztes ersetzt nicht die Arbeit eines Schamanen.