Inipi
In mir ist dieses tiefe Sehnen,
das kaum ein Mensch versteht.
Der Drang nach der Bäume lehnen,
der in mir stets sich dreht.
Weißt du wie der Wind singt in dunkler Nacht?
Kennst du die Farben der Erde?
Sahst du je die Schönheit, wenn der Tag erwacht?
Kennst du des Wassers Lehre?
Als der Sonne Flammenbad,
den kalten Stein erhitzten,
unter dunklen Zweigen,
wir in Ekstase schwitzten...
Da starb in mir das große Grau,
die Trommel trug mein Herz.
Erkenntnis kam im Morgengrau,
die Nacht behielt den Schmerz.
Im Kreis des Feuers spürte ich,
der kühlen Wasser Eis.
Im Wind die Stimmen hörte ich,
sie raunten gar so leis.
Und öffnete sich mein Herz der Welt,
und mit ihm meine Augen.
Der Ruf der Trommel leis verschalt,
doch weiß ich was zu Glauben.
10. April 2004
"Nach meiner ersten Schwitzhütte"
Dinah Vogel
Vielleicht kennst du das Gefühl, wenn es plötzlich still wird. Wenn nichts mehr von außen ablenkt. In der Schwitzhütte gibt es genau diesen Moment. Die Dunkelheit ist vollkommen. Du siehst nichts. Du hörst deinen Atem. Du spürst die Hitze auf deiner Haut.
Wenn die glühenden Steine in die Mitte gebracht werden und das Wasser darüber gegossen wird steigt dichter, warmer Dampf auf. Der Duft von heißem Stein und feuchter Erde erfüllt den Raum. Die Wärme ist intensiv – lebendig, fordernd, ehrlich. Kein Wellness-Dampfbad, kein künstliches Aroma. Sondern die ursprüngliche Kraft von Feuer, Wasser, Luft und Erde.
Du sitzt im Schoß der Erde. Getragen vom Kreis. Begleitet von Liedern, Gebeten und Worten, die aus gelebter Erfahrung entstehen. Nichts muss dargestellt oder inszeniert werden. Alles, was da ist, darf da sein.
Wir verstehen unsere beim Wassergießen als Hüter des heiligen Raumes. Wir sorgen für Sicherheit, Rhythmus und Energie, begleiten dich mit Gesang, Worten und Ritualhandlungen – und öffnen so einen Raum, in dem du selbst deine eigene Erfahrung machen und den Seminarrahmen für deine Prozesse erleben kannst. Unser Ziel ist nicht, etwas vorzuspielen, sondern dir den sicheren Rahmen zu schenken, in dem dein eigenes Erleben im Mittelpunkt steht.
Gerade wenn du zum ersten Mal an einem Schwitzhüttenritual teilnimmst, kann die Hitze oder die Dunkelheit herausfordernd sein. Dein Verstand sucht Orientierung, Kontrolle, vielleicht auch einen Ausweg. Das ist ganz normal. Und doch erleben viele, dass genau dort – hinter der Anspannung – etwas Weiches entsteht: Klarheit. Erleichterung. Ein tiefes Gefühl von Verbundenheit mit der Natur und dir selbst.
Wenn sich am Ende der Schwitzhüttenritual die Tür öffnet und frische Luft hereinkommt, wirkt die Welt oft intensiver, Farben leuchten klarer. Dein Körper fühlt sich gereinigt und wach an. Dein Atem geht leichter und deinem Herzen fühlst du eine tiefe Verbundenheit mit der Natur und der Schöpfung.
Für uns ist die Schwitzhütte über viele Jahre zu einem Zuhause geworden. Ein Ort, an dem wir immer wieder erfahren, wie kraftvoll es ist, im Kreis zu sitzen. Ein Ort, an dem wir uns getragen fühlen – von Mutter Erde, vom Feuer und von der Gemeinschaft.
Wir laden dich ein, diesen Raum selbst zu betreten. Nicht als Zuschauer, sondern als Teil des Kreises.
Die Schwitzhütte ist ein sehr heiliges Ritual, und je mehr du dich auf sie einlassen kannst, desto intensiver wirst du diese Zeremonie erleben. Sie bietet einen geschützten Raum, in dem Transformation und Selbsterkenntnis möglich werden. Die Verbundenheit mit der Natur und der Geistigen Welt kann hier direkt und unmittelbar erfahren werden– ein Geschenk, das du für dich annehmen darfst.
Damit du dich auf dieses Erlebnis gut einlassen kannst, sind einige Voraussetzungen hilfreich. Körperlich reicht es, wenn du aus ärztlicher Sicht saunatauglich bist.
Die Schwitzhütte ist kein Erlebnis für zwischendurch, sondern ein bewusster Schritt in die eigene Tiefe. Sie ist ein Ort der Klarheit, der Heilung und der bewussten Transformation.
Heutzutage gibt es viele Menschen, die Schwitzhütten anbieten und jede Schwitzhütte ist anders.
Jedes Mal ist sie geprägt von der Person, die sie leitet. Hier bringt jeder seinen eigenen Stil, seine Intuition und seine persönliche Erfahrung ein. Genau diese Vielfalt zeigt: Schwitzhütten sind lebendige Räume, die immer etwas Neues und Einzigartiges schenken.
Auch bei uns ist das spürbar. Dinah leitet ihre Schwitzhütten anders als Michael – und jede ist auf ihre Weise tief, heilig und kraftvoll. Wenn wir eine Schwitzhütte vorbereiten, spüren wir schon beim Aufbau die Energie des Raumes. Wir hören die Botschaften der Spirits, riechen die Kräuter, fühlen die Wärme der Trommel und achten darauf, dass alles einen sicheren, geschützten Rahmen bildet.
Es ist uns wichtig, dass du in diesem Raum ankommen kannst – so wie du bist. Mit deinen Fragen, deinen Wünschen und deiner Bereitschaft, dir selbst zu begegnen. Für uns ist eine Schwitzhütte kein Ritual, das man „mal macht“. Sie ist ein Geschenk von Mutter Erde und den Spirits. Ein heiliger Raum, in dem wir uns wieder mit den Kräften dieser Welt verbinden könne.
Viele TeilnehmerInnen spüren Ruhe, finden Antworten oder erleben Momente tiefer Verbindung mit sich selbst und den Spirits.
Manche Menschen kommen mit ganz konkreten Fragen. Andere möchten etwas bewusst abschließen oder dem neuen einen klaren Anfang schenken. Wieder andere suchen die Nähe zu den Spirits und die Verbindung zur Natur.
Die Beweggründe sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Und jede Schwitzhütte wird auf ihre eigene Weise erlebt. Sie eröffnet dir einen Raum, in dem genau das in den Vordergrund treten darf, was für dich gerade wesentlich ist.
Wir laden dich ein, diesen Raum mit offenem Herzen zu betreten, dich einzulassen und deine eigene Erfahrung zu machen. Jede Schwitzhütte bei uns ist einzigartig – getragen von unserer Haltung, unserer Erfahrung und der Intention, dir einen sicheren, kraftvollen und heiligen Ort zu schenken, an dem du dich selbst begegnen und in deinem eigenen Tempo wachsen kannst.
Eine Schwitzhütte besteht traditionell aus vier Runden. Vereinfacht gesagt geht es in der ersten Runde darum, wirklich anzukommen – im Raum, im Kreis, bei dir selbst. Die zweite und dritte Runde öffnen meist den Raum für Heilung, Erkenntnis und das bewusste Loslassen. Die vierte Runde führt das Ritual zusammen und schließt den Kreis.
In unserer Dynamischen Schwitzhüttenreihe entfaltet sich dieser Viererschritt auf einer größeren Ebene. Die Zahl Vier ist in der Schwitzhütte allgegenwärtig – die vier Elemente, die vier Himmelsrichtungen, die vier Lebensphasen. Und genau dieses Prinzip trägt auch unser Seminar.
Das Dynamische Schwitzhüttenseminar besteht aus vier aufeinander aufbauenden Schwitzhütten.
Die erste Hütte lässt dich im Ritual ankommen und verankert dich in deinem Thema.
Die zweite vertieft das, was sich gezeigt hat.
Die dritte führt dich noch näher an den Kern – klarer, bewusster, oft auch entschiedener.
Und in der vierten Schwitzhütte bündelt sich der gesamte Weg. Hier kann etwas endgültig losgelassen werden. Hier kann ein klares Ja gesprochen werden. Hier wird sichtbar, wie alles miteinander verbunden war.
Es sind nicht vier einzelne Zeremonien. Es ist ein zusammenhängender Prozess. Ein roter Faden, der dich Schritt für Schritt tiefer führt. Dieses Seminar geht deshalb weit über den Besuch einer einzelnen Schwitzhütte hinaus. Es ist eine bewusste Reise durch vier Tore – mit Raum für Heilung, Erkenntnis und echte innere Bewegung.
Unsere eignen Prozesse sind oft große, komplexe Lektionen, die verstanden und durchlebt werden wollen. Eine Schwitzhütte kann uns dabei unterstützen und hineinführen. Vier aufeinander folgende Schwitzhütten in kurzer Zeit können uns weitaus tiefer durch unsere Prozesse hindurch begleiten, da wir während der ganzen Seminarzeit in unseren Prozessen bleiben.
Wir haben die Möglichkeit, immer tiefer und tiefer in unsere Themen einzutauchen und können uns der Kraft der Spirits immer mehr hingeben. Dabei erfahren wir Reinigung und Wachstum auf allen Ebenen und schulen gleichermaßen unsere spirituelle Wahrnehmung.
Es ist ein Seminar, das ein sehr tiefes Eintauchen in die eigene Kraft und Spiritualität möglich macht. Es ermöglicht uns, sich nicht nur den Themen und Prozessen zu stellen, sondern aktiv und intensiv mit ihnen zu arbeiten.
Dieses Seminar richtet sich an Menschen, die nicht einfach „mal eine Schwitzhütte erleben“ möchten, sondern bereit sind, sich wirklich auf einen inneren Prozess einzulassen.
Es geht um spirituelle Tiefe.
Um bewusstes Hinschauen.
Um das ehrliche Begreifen der eigenen Themen.
Und um den Mut, sich selbst nicht länger auszuweichen.
Vielleicht fragst du dich, ob dafür viel Erfahrung nötig ist. Nein. Viele Schwitzhütten erlebt zu haben bedeutet nicht automatisch, dass man in die Tiefe gehen möchte. Und genauso wenig musst du erst „klein anfangen“, nur weil du noch keine Erfahrung hast.
Entscheidend ist nicht die Anzahl der Rituale, sondern deine innere Haltung.
Wenn du bereit bist, der Schwitzhütte wirklich zu begegnen.
Wenn du dich ehrlich mit dir selbst auseinandersetzen möchtest.
Wenn du verstehen willst, warum Dinge in deinem Leben sind, wie sie sind.
Wenn du lernen möchtest, um Unterstützung zu bitten, statt dich machtlos zu fühlen.
Und wenn du spürst, dass echte Veränderung ansteht – nicht als Konsum, sondern als bewusste Entscheidung.
Dann bist du hier herzlich willkommen.
Dieses Seminar öffnet dir einen klaren, sicheren und kraftvollen Raum, in dem du Schritt für Schritt tiefer gehen kannst – Schwitzhütte für Schwitzhütte, Prozess für Prozess.
Mein Name ist Michael Vogel. Ich leite dieses Seminar in seiner heutigen Form seit vielen Jahren. Seit 2016 gebe ich regelmäßig Schwitzhütten und habe in dieser Zeit mehrere hundert Rituale geführt.
Mit jeder einzelnen Schwitzhütte ist meine Erfahrung gewachsen – nicht nur in der Durchführung des Rituals, sondern im Begleiten von Menschen in ihren ganz persönlichen Themen. Ich habe erlebt, wie unterschiedlich Prozesse sich zeigen können. Wie still oder wie intensiv sie verlaufen. Und wie wichtig ein klar gehaltener, sicherer Rahmen ist, damit echte Tiefe entstehen kann.
Die Schwitzhütte ist für mich kein „Programmpunkt“. Sie ist ein Raum, dem ich mich immer wieder mit Respekt nähere. Ein Ort, den ich am ehesten mit Zuhause beschreiben würde. Hier wird nichts inszeniert. Hier darf sich zeigen, was wesentlich ist.
Es erfüllt mich, diesen Raum zu öffnen und Menschen durch das dynamische Schwitzhütten-Seminar zu begleiten. Nicht als jemand, der etwas vormacht – sondern als jemand, der Erfahrung, Klarheit und einen tragenden Rahmen mitbringt.
Am ersten Seminartag geht es ums Ankommen. Du lernst den Ablauf, die Geschichte der Schwitzhütte, den Ort und die Gruppe kennen. Gemeinsam bereiten wir alles vor und stimmen uns bewusst auf die erste Schwitzhütte ein. Es ist der Moment, Ruhe zu finden, den Raum zu spüren und dich innerlich auf die kommenden Erfahrungen einzulassen.
Am zweiten Tag beginnt deine erste Schwitzhütte bei Sonnenaufgang. Häufig betrittst du den Kreis noch im Dunkeln und trittst im Licht des Tages wieder hinaus. Tagsüber hast du Zeit, die Eindrücke zu verarbeiten, aufzuschreiben und dich innerlich auf die zweite Schwitzhütte am Abend vorzubereiten. Sie lädt dich ein, tiefer in das Ritual einzutauchen und neue Erkenntnisse zu erleben.
Die dritte Schwitzhütte am Morgen des dritten Tages baut auf deinen bisherigen Erfahrungen auf. Du bist deinem Thema schon nähergekommen und kannst nun noch intensiver in die Tiefe gehen. Auch hier bleibt Raum für Ruhe, Reflexion und das bewusste Einordnen der gewonnenen Einsichten.
Die vierte Schwitzhütte bildet den Höhepunkt des Seminars. Alles, was du in den vorherigen Ritualen erfahren hast, fließt zusammen. Es ist ein Moment des bewussten Loslassens, der Klarheit und des Abschlusses.
Am letzten Seminartag nehmen wir uns Zeit für Austausch, Nachbesprechung und Integration. Du hast die Möglichkeit, alles Geschehene zu verarbeiten, deine Erkenntnisse zu verinnerlichen und mit einem gestärkten Gefühl, oft begleitet von einem Lächeln im Herzen, nach Hause zurückzukehren
Das Seminar findet im Seminarhaus Lamplstätt in Soyen statt.
Die Adresse und die Wegbeschreibung bekommst du mit der Seminarinfo.
Hier haben wie viel Grün und ungestörte Natur um uns herum und sind als einzige Gruppe im wunderschönen Seminarhaus zu Gast.
Wir verpflegen uns selbst und rechnen die Kosten für die Lebensmittel am Ende des Seminars um. Hier kommen etwa 30 - 50 € pro Person und Seminar zusammen.
Für die Übernachtung stehen Einzelzimmer sowie Zweibettzimmer zur Verfügung.
Bitte gib bei Seminarbuchung mit an, welche Zimmerkategorie du wünscht.
Für die Teilnahme am Seminar ist die Unterbringung im Seminarhaus verpflichtend.
Da wir Gruppen- und Prozessorientiert arbeiten, legen wir Wert darauf die Gruppe so vor Ort zu haben und bieten gleichzeitig genug Rückzugsmöglichkeiten mit den Zimmern.
Einzelzimmer (Beispielbild)
77€ pro Person und Nacht
inkl. Bettwäsche und Handtücher
Zweibettzimmer (Beispielbild)
62€ pro Person und Nacht
inkl. Bettwäsche und Handtücher
05. - 08.11.2026 im Seminarhaus Lamplstätt, Chiemgau. Exkl. Übernachtung im Seminarhaus (62 - 77€ pro Nacht je nach Zimmer) und Verpflegungskosten (ca 30-50 € gesamt).
Bitte gib bei deiner Seminarbuchung mit an, welche Zimmerkategorie du gerne möchtest.
540,00 €
inkl. MwSt.
Versandkostenfrei in folgende Länder: Deutschland, Österreich Mehr anzeigen Weniger anzeigen
18.-21. Februar 2027 im Seminarhaus Lamplstätt, Chiemgau. Exkl. Übernachtung im Seminarhaus (62 - 77€ pro Nacht je nach Zimmer) und Verpflegungskosten (ca 30-50 € gesamt).
Bitte gib bei deiner Seminarbuchung mit an, welche Zimmerkategorie du gerne möchtest.
590,00 €
inkl. MwSt.
Versandkostenfrei in folgende Länder: Deutschland, Österreich Mehr anzeigen Weniger anzeigen
Eine Schwitzhütte dauert in der Regel 2- 3 Stunden. Dies wird aber meist nicht so lange wahrgenommen. Tatsächlich nimmst man meist nur die Hälfte der Zeit wahr. Das liegt vor allem daran, dass unser Verstand irgendwann Ruhe gibt und wir in der Anbindung mit den Spirits, eben ins andersweltliche Zeitempfinden gleiten.
Ja, niemand wird gezwungen bis zum Schluss in der Schwitzhütte zu bleiben. Es gibt insgesamt 4 Runden und nach jeder darf die Schwitzhütte verlassen werden.
Wir gehen leicht bekleidet in die Hütte. Bewährt haben sich Baumwolltücher (Sarongs) bei Frauen und Badehose oder Shorts bei Männern. Wir gehen aus Rücksichtnahme vor Teilnehmern, die sich dabei unwohl fühlen würden, nicht nackt in die Schwitzhütte gehen.
Wenn aus ärztlicher Sicht von Saunagängen abgeraten wird, so ist auch die Schwitzhütte tabu bzw. muss erst ärztlich abgeklärt sein.
Niemand würde eine 60 Grad (oder mehr) Sauna über Stunden hinweg aushalten. Das Temperaturempfinden wird hauptsächlich durch den Wasserdampf erzielt. Somit könnte man eine Inipi (wenn überhaupt) mit einem Dampfbad vergleichen. Im Gegensatz zur Sauna sind jedoch der Boden und alles andere kalt, wodurch jederzeit die Möglichkeit einer leichten Abkühlung besteht.
Ja! Bei uns bist du auch zu dieser besonderes Zeit herzlich Willkommen in der Schwitzhütte.
Nein, es braucht keine Vorkenntnisse. Schamanisches Reisen oder Erfahrungen mit dem Schamanismus aus anderen Seminaren sind nicht erforderlich. Alle nötigen Infos über die Schwitzhütte, den Ablauf, das Ritual, etc. werden am Tag der Schwitzhütte erklärt und alle Fragen werden ausgiebig beantwortet.
