Die Kraft der Mondin

Schon lange habe ich es vor. Nun endlich ist es an der Zeit, über die Mondin zu schreiben.

 

Sie wird in allen alten Kulturen geehrt und lässt sich zumindest Symbolisch auch in allen Religionen und Lebenswegen finden. Bei den Lakotaindianern heißt sie "Hanwi" (Die Großmutter) und hat einen Festen Stab in der Schwitzhütte. Im Keltischen wurde der Mond als Zeichen der großen Göttin geehrt, denn seine Verbindung zum Weiblichen war allgegenwärtig. Sie steht hier für die Dreifaltigkeit des Lebens. Verbildlicht in der Jungfrau, der Mutter und der Greisin. Im christlichen begegnen uns die Marienstatuen oftmals auf einer Mondsichel stehend. Auch hier eine klare Verbindung zur Göttin und der weiblichen Urkraft der Mutter.

So steht die Kraft des Mondes für den Zyklus und die unterschiedlichen Lebensphasen, in denen wir uns alle bewegen. Da die Frauen auch körperlich einen Zyklus erleben, sind sie mit der Kraft des Mondes besonders verbunden. Doch auch Männer sind mit dem Mond und ihren Zyklen verbunden. Sie begleitet jedes Geschlecht in jeder Phase und versinnbildlicht mit ihren Mondphasen das stetige Wachsen, Gedeihen, Vollenden und Übergehen, Vergehen und neu Erscheinen. Die ganze Erde wird durch die Mondin beeinflusst. Mit ihrem Wachsen verändert sie die Anziehung unserer Erdoberfläche und lässt so die Gezeiten entstehen. Uns so wie sich die Weltmeere unter ihr heben und senken, so heben und senken sich auch unsere Lebenskräfte in Form unserer Zyklen des Lebens. In Verbindung mit der Mondin dürfen wir ein weiteres mal erkennen, dass wir eins sind auf dieser Welt und untrennbar verbunden mit der Natur und all ihren Geistern und Kräften.

 

Dadurch ist die Mondin eine wichtige und hohe Kraft in Zeiten der Übergänge und Veränderungen. Sie bewegt und hilft uns in bewegten Momenten wenn wir uns von ihr begleiten und treiben lassen. Einige Menschen spüren sie bei Vollmond besonders stark. Hier treibt sie mit ihrer Anziehung unser Unterbewusstes hinauf an die Oberfläche, was oftmals zu Träumen und Visionen führt. Sie fordert uns stets auf, uns zu bewegen, den Rhythmus in uns zu finden und ihm zu folgen.

In der magischen Arbeit wird die Mondphase bei wichtigen Ritualen immer mit einbezogen, denn so wie der Jahreskreis seinen Rhythmus hat, so finden wir diese Rythmik auch im Mondzyklus wieder.

Wenn wir ihren Zauber auf uns wirken lassen, kann sie uns eine wunderbare begleitende Kraft sein, die uns hilft, Altes loszulassen und in eine neue Größe zu wachsen.

 

Speziell in den Übergängen vom Kind zum Erwachsenen, von Frau und Mann zum Ehepaar und besonders auch in Zeiten von Schwangerschaft, Geburt und den Wechseljahren hilft uns die Mondin bei den Veränderungen und der Selbstfindung in diesen meist unsicheren Zeiten. Auch wenn jemand in unserer Familie stirbt und ein Wechsel im Ahnensystem stattfindet, ist die Mondin mit ihrer stetigen Kraft des Wandels eine gute Begleiterin für die Sterbenden und die Hinterbliebenen.

Wer mit der Kraft der Mondin arbeiten möchte, der sei inspiriert, seine Prozesse in Verbindung mit den Mondphasen zu beobachten. Gerade zu Vollmond ist eine Verbindung mit ihr sehr kraftvoll. Mondsymbole wie die Sicheln in Kombination mit dem Vollmond (auch als Zeichen der Göttin bekannt), stellen eine sanfte Verbindung zu ihr her. Ebenso Schmuck mit Mondsteinen oder Mondstein und Labradorit in jeder Form. Die Frauen können besonders tief in die Kraft der Zyklen eintauchen in dem sie ihren eigenen Zyklus beobachten und sich die Vorgänge in ihrem Körper bewusst und vertraut machen. Dies funktioniert allerdings nur wenn nicht hormonell verhütet wird. Da die Mondin mit ihrer Rhythmik die Zeit schafft, ist sie auch eine visionäre Kraft und eng mit unserer Intuition verbunden. Wer also um Eingebungen und Visionen bittet, sollte sie stets in sein Bitten mit einbeziehen. Der nächste Vollmond ist übrigens schon bald. Vielleicht nehmt ihr Kontakt auf zur großen Weisen und vielleicht schenkt sie euch einen besonderen Traum.

In diesem Sinne, euch gute Nächte und süße Träume!

Dinah Vogel

 

 

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